Jürgen Neuber

CWG informiert sich über nachhaltigen Holzbau in Schwarzenfeld

Zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Holzbau traf sich vergangenen Donnerstag die Christliche Wählergemeinschaft in der Holzhaus-Manufaktur Richard Kurz in Schwarzenfeld. In einer kurzen Begrüßung konnte der Vorsitzende der CWG Manfred Wendl den Hausherren und Firmengründer Richard Kurz sowie den Kreisrat Jürgen Neuber begrüßen.

Richard Kurz stellte die Besonderheiten des Baustoffs Holz vor, der besonders wegen seiner guten Ökobilanz und dem damit verbundenen Umweltschutz deutlich im Kommen ist. Demgegenüber sind die Zementproduzenten einer der größten CO2-Emitenten. In Bayern werden 28,1 Millionen Kubikmeter Holz genutzt, dem stehen 29,5 Millionen Kubikmeter gegenüber, die in nachhaltiger Forstwirtschaft entstehen, einer weiteren Nutzung steht also nichts im Weg. Auch die Recyclingeigenschaften von Holzhäusern sprechen für sich. Das entfernte Holz kann für Spanplatten wiederverwendet werden oder am Ende des Lebenszyklus thermisch verwertet werden. Dem gegenüber erzeuge Bauschutt die größten Müllberge Deutschlands.

Auch in den Dämmwerten sieht Kurz die Holzrahmenbauweise im Vorteil, so müsse eine Ziegelwand mit Wärmedeämmverbundsystem etwa 51cm Mauerstärke aufweisen um die Dämmung einer seiner Wände mit knapp 40cm zu erreichen. So ergibt sich bei einer üblichen Hausgröße durch die zusätzliche verwendbare Fläche eine Einsparung von etwa 25.000€ gegenüber einem gemauerten Haus. Auch hier weist die Zellulosedämmung aus Altpapier wieder deutliche Entsorgungsvorteile gegenüber konventionellen Dämmstoffen auf. In der Fertigung bietet die Bauweise den Vorteil, dass Bauteile in der Halle vorgefertigt werden können, damit kann ein Holzhaus in 2 Tagen regendicht aufgestellt werden.

Trotz aller Vorteile wünscht sich Richard Kurz etwas mehr Unterstützung von der Politik und sprach hier 2 Probleme an. Bei europaweiten Ausschreibungen bieten häufig weit entfernte Unternehmen an um dann nach dem Auftrag die Gewährleistungsreparaturen anderen zu überlassen, von der Klimabilanz ganz zu schweigen. Zum anderen steht der Holzbauweise bei Gebäuden mit mehr als 3 Geschossen noch die bayerische Bauordnung im Weg ganz im Gegensatz zu anderen Bundesländern. Kreisrat Jürgen Neuber sicherte zu diese Punkte in den politischen Prozess mit aufnehmen.

In einer Führung durch die Werkshallen konnten sich die Mitglieder der CWG davon ein Bild machen, wie ein Holzhaus entsteht und welche Herausforderungen das Unternehmen meistert. Zum Abschluss überreichten Spitzenkandidatin Christina Bauer und Vorsitzender Manfred ein kleines Gastgeschenk und ließen den Abend mit einem gemütlichen Beisammensein und einem Imbiss ausklingen.

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